Kleingedrucktes

Einverständniserklärung

Ob die Teilnehmer/innen volljährig sind oder nicht, in jedem Fall müssen die Teilnehmer/innen und ein/e Erziehungsberechtigte/r sein/ihr Einverständnis zu allen folgenden Punkten abgeben (Fußnoten siehe weiter unten):

Einverstanden sind, dass…

  • … ich mich/ Ihr Kind nach Beendigung des täglichen Schneesport/ nach der täglichen Talfahrt ausschließlich in Kleingruppen (vom mindestens drei Personen) bewegen werde/ wird, um z.B.im Ort einzukaufen.
  • … ich/ Ihr Kind bei Verstoß…   (Fußnoten siehe unten)
    • …gegen die Gesetzeslage[i] (Jugendschutzgesetz, Schulgesetz, Betäubungsmittelgesetz, Arzneimittelgesetz, usw.) …
    • …gegen die Nutzungs- und Verhaltensregeln der Unterkunft (Hausordnung[ii]) …
    • …gegen den Verhaltenscodex/ Fahrtencodex der BBS[iii]
    • …gegen abgesprochene Regeln und Absprachen sowie Anordnungen der Lehrkräfte/Betreuer (Beispiele siehe genannte Punkte)…

… sofort auf Ihre oder eigene Kosten nach Hause zurückreisen muss. Bitte klären Sie vor der Fahrt, wer zahlt. Sie verpflichten sich mit Ihrer Unterschrift, die Rückreisekosten voll zu tragen. Der Rücktransport wird durch die Lehrer/ Schulleitung organisiert. In einem solchen Fall hat die Organisation und die Reisezeit Vorrang vor den Rückreisekosten. Die Kosten können bis zu 200 – 300 Euro betragen.

  • … ich/ Ihr Kind bei Verstoß gegen oder bei Missachtung von Absprachen (wie z.B. keine Musik auf der Piste; keine „Selfies“ beim Fahren, auch nicht mit Selfie-Stab, Shisha-Rauchen, usw.), Verhaltens- sowie der FIS-Regeln[iv] auf der Piste auf Ihre/ eigene Kosten nach Hause zurückreisen muss. Klären Sie vor der Fahrt, wer zahlt. Sie verpflichten sich mit Ihrer Unterschrift, die Rückreisekosten voll zu tragen.
  • … ich/ mein Kind nur innerhalb der ausgewiesenen Pisten Schneesport betreiben werde/ wird.
  • … ich/ mein Kind auf der Piste immer nur in Begleitung eines Lehrers/ Betreuers fahre/ fährt (kein freies Fahren!).
  • … die durch mich/ Ihr Kind entstandenen Schäden von mir/ Ihnen ersetzt werden müssen. Prüfen Sie, dass eine Haftpflichtversicherung besteht. Für beschädigte aber auch für verlorene oder beschädigte eigene Gegenstände wird von der Schule keinerlei Haftung übernommen. Geliehene Skier können zusätzlich z.B. gegen Diebstahl versichert werden. Schließen Sie bei eigenen Skiern ggf. eine eigene Diebstahlversicherung ab. Mitgenommene elektronische Geräte (Handys, etc.) werden auf eigenes Risiko mittransportiert. Beachten Sie, dass auf der Skifahrt die Zimmer nicht abgeschlossen werden, da die Gruppe als vertrauensvolle Gesamtgruppe unterwegs ist.

Fußnoten

[i] Gesetzeslage:

  • Für Klassenfahrten bzw. schulische Veranstaltungen gelten grundsätzlich dieselben Regeln wie im Kontext des schulischen Unterrichts; das heißt, offiziell ist Alkohol und Rauchen untersagt. In Bezug auf Drogen wie Alkohol und Tabak greift zudem noch das Jugendschutzgesetz.
  • Laut § 9 Jugendschutzgesetz ist grundsätzlich in der Öffentlichkeit der Konsum jeglicher Art von Alkohol bei Jugendlichen unter 16 Jahren untersagt. Jugendlichen zwischen 16 und 18 Jahren ist in der Öffentlichkeit der Konsum von Bier und Wein erlaubt, nicht aber der Konsum von Branntwein-haltigen Getränken/ Spirituosen, dazu gehören auch die Alkopops (§ 9 Jugendschutzgesetz). Es gehört zum Erziehungs- und Bildungsauftrag der Schule, die Schülerinnen und Schüler zu einem eigenverantwortlich bestimmten Leben ohne die Abhängigkeit von Suchtmitteln zu befähigen. […]
  • Im Schulgebäude und auf dem Schulgelände sind das Trinken von Alkohol und das Rauchen gesetzlich verboten. Bei hessischen Schulveranstaltungen gelten getroffene Absprachen, die sich im Rahmen des Jugendschutz- und Betäubungsmittelgesetz halten müssen. Zu beachten ist, dass es Unterschiede in Jugendschutzgesetz und Schulgesetz zwischen Deutschland und anderen Ländern gibt.
  • In Bezug auf den Umgang mit illegalen Drogen greift zudem das Betäubungsmittelgesetz (BtMG). Entgegen der Meinung vieler Jugendlicher ist: jeglicher Verkehr mit Cannabis verboten und nach dem BtMG strafbar, das gilt auch für den „bloßen Besitz oder Erwerb für den persönlichen Gebrauch“. Auch für den Erwerb und Besitz illegaler Drogen sieht der §§ 29 BtMG eine Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder eine Geldstrafe vor. Zu beachten ist, dass es Unterschiede im Betäubungsmittelgesetz zwischen Deutschland und anderen Ländern gibt.
  • Das Bundeskabinett hat am 04.05.2016 den Gesetzentwurf zur Bekämpfung der Verbreitung neuer psychoaktiver Stoffe beschlossen. Dieser sieht ein weitreichendes Verbot des Erwerbs, Besitzes und Handels mit neuen psychoaktiven Stoffen (NPS), so genannten Legal Highs, vor. Zudem steht die Weitergabe von nun an unter Strafe. Erstmals bezieht sich das Verbot auf ganze Stoffgruppen, um der Verbreitung immer neuer Varianten bekannter Betäubungsmittel und psychoaktiver Stoffe entgegenzuwirken. Ziel des Entwurfs ist es, die Gesundheit der Bevölkerung und des Einzelnen, insbesondere von Jugendlichen und jungen Erwachsenen, vor den häufig unkalkulierbaren und schwerwiegenden Gefahren, die mit dem Konsum von NPS verbunden sind, zu schützen. Durch ein Urteil des Europäischen Gerichtshofs vom 10. Juli 2014 lassen sich NPS nicht länger als Arzneimittel im Sinne des Arzneimittelgesetzes Ein Stoff, der bereits unter das Betäubungsmittelgesetz fällt, wird in seiner chemischen Struktur gezielt so verändert, dass der neue Stoff nicht mehr dessen Verbots- und Strafvorschriften unterliegt. Die für Missbrauchszwecke geeignete Wirkung auf die Psyche bleibt jedoch erhalten oder verstärkt sich gar. Gleichzeitig könnte vor allem bei jungen Konsumenten fälschlicherweise der Eindruck entstehen, die Substanzen seien aufgrund des fehlenden Verbotes harmlos. Tatsächlich hat der NPS-Konsum aber schwere Folgen – die Symptome reichen von heftigem Erbrechen, Herzrasen und Orientierungsverlust über Kreislaufversagen, Ohnmacht, Lähmungserscheinungen und Wahnvorstellungen bis hin zum Versagen der überlebenswichtigen Körperfunktionen. Es sind daher viele Todesfälle bekannt, bei denen der Konsum einer oder mehrerer Legal Highs nachgewiesen wurde. http://www.bmg.bund.de/ministerium/meldungen/2016/npsg-kabinett.html
  • Ebenfalls dem BtMG unterstellt werden die Benzodiazepine Etizolam und Phenazepam. So wurde z.B. auch 2013 das in Deutschland als Arzneimittel zur Behandlung von ADHS zugelassene Lisdexamfetamin mit auf die Liste aufgenommen, da dieses über ein entsprechendes Missbrauchs- und Abhängigkeitspotenzial verfügt. Synthetische Cannabinoide und Cathinone, die zwei Drittel aller neuen gemeldeten Substanzen ausmachen, werden durch Abwandlung bekannter chemischer Grundgerüste synthetisiert. Dadurch entstehen Stoffe mit ähnlichen Wirkungs- und Nebenwirkungsprofilen sowie vergleichbaren Gefährdungspotenzialen bereits gelisteter Betäubungsmittel. Der Konsum dieser neuen psychoaktiven Substanzen ist mit unkalkulierbaren gesundheitlichen Risiken verbunden. Die sogenannten Designerdrogen, „legal highs“, „Kräutermischungen“ oder „Badesalze“ unterlagen bis 2016 noch dem Arzneimittelgesetz, neuerdings dem BtMG unterstellt sind.

Das Shisha-Rauchen ist auf der Schneesportfahrt verboten.

Das Rauchen auf Schulfahrten und -veranstaltungen ist gesetzlich sowieso verboten. Zusätzlich haben wir Lehrer/innen einen Erziehungsauftrag. Weil das Shisha-Rauchen stark unterschätze Gefahren für Raucher- und Nichtraucher/innen birgt, untersagen wir das Rauchen von Shishas. Wir beziehen uns dabei auf ärztlichen Rat und wissenschaftliche Untersuchungen, wie z.B.: https://www.aerzteblatt.de/archiv/57106/Wasserpfeifenrauchen-Jugendliche-unterschaetzen-Risiken

Auszüge aus dem Ärzteblatt:

  • Weil der Wasserpfeifenrausch nicht streng nach Tabak, sondern Fruchtaromen schmeckt, werden Nichtraucher angezogen. Attraktiv auf Jugendliche wirken die orientalisch anmutenden „Shisha-Bars“ mit Sitzkissen und bunt bemalten Wänden. Doch Shishas sind keine harmlose Alternative zu Zigaretten.
  • Nach Angaben der Welt­gesund­heits­organi­sation inhalieren Wasserpfeifenraucher während einer Shisha-Sitzung etwa so viel Rauch wie durch hundert filterlose Zigaretten. „Da der durch das Wasser gekühlte Qualm zudem nicht im Hals kratzt, inhaliert man tiefer als bei heißem Zigarettenrauch“, erklärt Beate Thier, Ärztin bei der TK. In der Folge sei die Nikotinkonzentration im Blut deutlich höher als nach dem Konsum von Zigaretten. Das Nikotin ist verantwortlich für die Suchtwirkung. „Deshalb ist Shisha-Rauchen als Einstiegsdroge für Jugendliche gefährlich“.

Als Biologie- und Sportlehrer/innen und als Menschen mit gesundem Menschenverstand können wir auf einer Fahrt in den hochalpinen Raum, in dem die Luft sowieso dünner ist und wir auch noch Leistungssport betreiben, das Shisha-Rauchen nicht erlauben.

[ii] Hausordnung:

  • Oberste Regel: Den Ansagen des Hauswirts und seines Personals ist in jedem Fall Folge zu leisten!
  • Heizung: Die Elektro-Heizkörper schalten sich automatisch ab, wenn Fenster geöffnet sind. Nichts auf die Heizung legen. Brandgefahr!
  • Die Zimmer sind bis zum Verlassen morgens aufzuräumen, damit das Putzpersonal effektiv in den Zimmern arbeiten kann. Vom Hauspersonal aus erfolgt also täglich eine Zimmerkontrolle.
  • Es werden weder Getränke noch Müll auf dem Balkon oder in den Blumenkästen oder sonst wo deponiert, sodass man dies von der Straße aus sehen könnte. Das Haus hat einen guten Ruf und möchte diesen auch vor allen Passanten wahren.
  • Skikeller: Skischuhe, Ski, Snowboards etc. bitte nur im Skikeller deponieren. Ski-/Boardpflege ebenfalls nur im Skikeller.
  • Keine Ski-/ Snowboardschuhe im Haus tragen.
  • Warmwasserverbrauch dosieren (v.a. nach Skikurs).
  • Nachtruhe beachten und Regeln zur Mülltrennung und -entsorgung beachten. Es gibt einen großen Glas- und einen Restmüllcontainer.
  • Zeiten/ Regeln selbst erkunden! Weitere Punkte sind zu erfragen bzw. werden auf den Vortreffen oder Vorort genannt.

[iii] Verhaltenscodex/ Fahrtencodex für Schulfahrten an der Bertolt‑Brecht‑Schule

Der folgende Verhaltenscodex fasst einige Vorstellungen und Leitlinien zu ‚Schulfahrten‘ zusammen:

Die Fahrten in der gymnasialen Oberstufe sind laut dem Erlass für Studienfahrten durchzuführen und dienen in erster Linie Studienzwecken, in zweiter Linie der Festigung sozialen Verhaltens. Der Erlass sagt, dass „solche Unternehmungen, die nur den Charakter einer Ferienreise ohne nachgewiesenen unterrichtlichen Bezug haben, unzulässig sind“. (Amtsblatt 7/99, Punkt 1.4).

Das bedeutet für alle Teilnehmer und Teilnehmerinnen (im folgenden Teilnehmerlnnen):

  • Unsere Fahrten werden inhaltlich und organisatorisch gemeinsam vorbereitet und vor allem auch gemeinsam durchgeführt.
  • Wir reisen als Gruppe, zu der jede(r) Einzelne dazugehört, d.h. wir sind nicht nur für uns selbst, sondern auch für die anderen verantwortlich. Störungen durch einzelne TeilnehmerInnen oder auch kleine Gruppen beeinträchtigen das Wohlbefinden der anderen und führen oft zu Spannungen. Wir alle tragen also durch unser Verhalten dazu bei, dass sich auch die andern während der Fahrt wohlfühlen.
  • Alle TeilnehmerInnen sind aufgerufen, das Fahrtenprogramm mitzugestalten. Dies gilt sowohl für die gemeinsamen Unternehmungen, wie z.B. Frühstück, Besichtigungen, Ausflüge, Wanderungen, als auch für gemeinsame Aufgaben, wie Einkaufen, Aufräumen, Spüldienst, etc.
  • Jede(r) achtet darauf, dass niemand und nichts zu Schaden kommt. Wer dennoch einen Schaden verursacht, bemüht sich, diesen durch eigenen Einsatz zu beheben.
  • Wir denken daran, dass wir (in einer anderen Stadt, in einem anderen Land) Gäste sind. Es gebietet die Höflichkeit, sich bei seinen Gastgebern so zu benehmen, dass man als Gast jederzeit wieder willkommen ist; und die nächste Klasse im nächsten Jahr auch.
  • Der Alkoholkonsum: Es sind immer die großen Mengen Bier/ Wein/ etc. oder auch schon geringe Mengen an harten Sachen, die dazu führen, dass man nichts mehr von der Gemeinschaft und von den Unternehmungen mitkriegt, sich daneben benimmt und die Unfallgefahr steigt. Also: Einschränkung und verantwortungsbewusster Umgang mit dem Alkohol. Noch besser: Gar kein Alkohol.
  • Was wir uns alle wünschen: Dass dieser Verhaltenskodex für jede(n) nachvollziehbar ist und einen harmonischen Verlauf der Fahrt ermöglicht.
  • Was wir uns nicht wünschen: Dass TeilnehmerInnen bei grobem Fehlverhalten auf eigene Kosten nach Hause geschickt werden müssen und von weiteren Schulfahrten ausgeschlossen werden.
  • Diesem Verhaltenskodex haben alle TeilnehmerInnen vor jeder Fahrt zuzustimmen. Wer nicht zustimmt, kommt nicht mit.

[iv] Die FIS-Regeln sind international gültig und verbindlich. Kommt es zu Streitigkeiten oder Unfällen, so wird sich darauf berufen, ob die FIS-Regeln befolgt wurden oder nicht. Die FIS-Regeln gelten für die Piste, um Unfallgefahren zu minimieren und den Spaß aller Beteiligten zu maximieren.

  1. Rücksicht nehmen: Jeder Skifahrer und Snowboarder muss sich so verhalten, dass er keinen anderen gefährdet oder schädigt.
  2. Beherrschung der Geschwindigkeit und der Fahrweise: Skifahrer und Snowboarder müssen auf Sicht fahren. Geschwindigkeit und Fahrweise müssen dem eigenen Können, der Verkehrsdichte und den Gelände-, Schnee- und Witterungsverhältnissen angepasst werden.
  3. Wahl der Fahrspur: Der von hinten kommende Skifahrer und Snowboarder muss seine Fahrspur so wählen, dass er vor ihm fahrende Schneesportler nicht gefährdet.
  4. Überholen: Überholt werden darf aus allen Richtungen, aber immer nur mit genügend Abstand. Der überholte Fahrer muss für seine Bewegungen genügend Raum haben.
  5. Ein- und Anfahren, Hang aufwärts fahren: Jeder Skifahrer/ Snowboarder, der in eine Abfahrt einfahren, nach einem Halt wieder anfahren oder Hang aufwärts schwingen bzw. fahren will, muss sich vergewissern, dass er dies ohne Gefahr für sich und andere tun kann.
  6. Anhalten: Jeder Skifahrer und Snowboarder muss vermeiden, sich an engen oder unübersichtlichen Stellen einer Abfahrt aufzuhalten. Ein gestürzter Fahrer muss eine solche Stelle so schnell wie möglich verlassen.
  7. Aufstieg und Abstieg: Ein Skifahrer oder Snowboarder, der aufsteigt oder zu Fuß absteigt, muss den Rand der Abfahrt benutzen.
  8. Beachten der Zeichen: Jeder Skifahrer und Snowboarder muss die Markierung und die Signalisation beachten.
  9. Hilfeleistung: Bei Unfällen ist jeder Skifahrer und Snowboarder zur Hilfeleistung verpflichtet.
  10. Ausweispflicht: Jeder Skifahrer und Snowboarder, ob Zeuge oder Beteiligter, ob verantwortlich oder nicht, muss im Falle eines Unfalls seine Personalien angeben.